Die Neue Basis e.V

Landesverband Niedersachsen

Eingetragener Verein zur Selbsthilfe , Aufklärung und Beratung von suchtgefährdeten Menschen und Mitbetroffenen

Bild2

 

Hilfe für Betroffene:


So geht es nicht mehr weiter. Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer  hilft mir?


Die Situation ist nicht so aussichtslos, wie es scheint. Suchen Sie einen Arzt  Ihres Vertrauens auf. Dieser wird Ihnen alle Stufen der Entwöhnung erklären und  Sie gegebenenfalls in ein Krankenhaus zur Entgiftung überweisen. Bedenken Sie  aber bitte dabei - vielen Ärzten fehlt es an Erfahrung in der Suchtkrankenhilfe.  Sollten Sie bei einem Arzt diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht haben,  lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen. Suchen Sie sich einen Arzt, der mehr  Verständnis für Ihre Situation aufbringt.

Als Alternative bietet sich als erste Anlaufstelle die nächste  Suchtberatungsstelle oder die örtliche Krankenkasse an. Insbesondere bei der  Suchtberatungsstelle treffen Sie auf kompetente Fachleute.

Sie haben auch die Möglichkeit unverbindlich und weitgehend anonym eine  Selbsthilfegruppe zu besuchen. Sehen Sie sich diese Arbeit ruhig an - es wird  Sie niemand kritisieren, auch wenn Sie vielleicht noch nicht nüchtern  erscheinen.

Bei allen oben genannten Stellen wird Ihnen geholfen. Sie sind mit diesem  Problem nicht allein. Sie brauchen sich nicht zu schämen, sondern können stolz  sein, etwas für sich zu tun.

Dringend abzuraten ist von einer Entgiftung ohne ärztliche Aufsicht zu Hause. Es  ist zwar durchaus möglich, aber immer eine gefährliches Unternehmen. Die Gefahr  eines Krampfanfalles oder beispielsweise eines Deliers ist nicht zu  unterschätzen. Deswegen: gehen Sie zum Arzt und/oder lassen Sie sich in ein  Krankenhaus einweisen.

Entgiftungen können in normalen Krankenhäusern durchgezogen werden. Dabei ist es  weitgehend auszuschließen, dass beispielsweise der Arbeitgeber den Grund des  Krankenhausaufenthaltes erfährt.

Nach der Entgiftung werden Sie sich wahrscheinlich körperlich sehr wohlfühlen.  Nutzen Sie diesen Umstand dazu, aktiv zu werden. Sollten Sie noch Wartezeit bis  zur ambulanten oder stationären Therapie haben, können Sie sich beispielsweise  jetzt nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe umsehen. Nutzen Sie diese Zeit  auch dazu, beispielsweise Dinge zu erledigen, die Sie in der letzten Zeit Ihrer  Trinkerei vernachlässigt haben.

Sie haben aufgehört mit dem Trinken - der Alkohol hinterlässt eine große Lücke  in Ihrem Leben. Wichtig ist, dass Sie diese Lücke sinnvoll füllen. Das lenkt ab  und verhindert, dass Ihre Gedanken ständig beim Alkohol sind. Vielleicht haben  Sie ein Hobby, dem Sie nachgehen können.

Fallen Sie jedoch nicht in den Irrglauben, dass Sie jetzt, da es Ihnen  körperlich gut geht, wieder kontrolliert trinken können. Es wird nicht gehen und  Sie sind schnell wieder dort angelangt, wo Sie vor der Entgiftung gestanden  haben.

[Themen]
by Wohnmobile-Wohnwagen.net